Dein Körper ist Dein bester Freund in allen Lebenslagen und Kapital für Dein Selbstbewusstsein

Vorschau:

Du hast ein wunderbares Werkzeug, um stolz und glücklich zu sein: Dein Körper ist eine Quelle des Selbstbewusstseins. Perfektion ist nicht nötig, um ihn schön und stark zu machen. Viele Menschen mit niedrigem Selbstbewusstsein sehen ihr Potenzial nicht und lassen sich gehen. Du kannst klein anfangen und Deine Fortschritte stetig ausbauen. Wichtig ist es, in Bewegung zu bleiben und zu wachsen. Ein schöner und gesunder Körper ist der beste Saft für die leere Selbstbewusstseins-Batterie.

Dein Körper ist Dein Tempel

So wie Fische vermutlich Wasser für selbstverständlich halten, tun dies auch meisten Menschen mit ihrem Körper. Die wenigsten sind sich bewusst, was sie für ein Meisterwerk von der Biologie zur Verfügung gestellt bekommen haben. Dein Gehirn und alle anderen Organe arbeiten von Deiner Zeugung bis zu Deinem Tod ununterbrochen, kombinieren Informationen so gut wie ein Supercomputer, produzieren Energie wie ein Kraftwerk, und lassen Dich Emotionen spüren, die Dein Erleben spannend machen.

Dein Körper ist Dein einzig wirkliches Zuhause, immer bei Dir, immer zu Deinen Diensten.

Alle Dinge die Dir Spaß machen und Dich am Leben halten greifen auf Deinen Körper zurück. Ob es nun physischer Natur (körperliche Arbeit, Essen, Schwimmen, Sex,…) oder geistiger Natur (Büroarbeit, Lesen, Computerbenutzung, Musik hören, Sex…) ist, nichts davon ist ohne einen funktionstüchtigen Körper möglich.

Deshalb muss für Dich klar sein, dass Dein Körper Dein Heiligtum ist. Er verdient Aufmerksamkeit und Pflege. Wenn Du irgendwann in deinem Leben den Verstand zu Deinem Meister erklärt hast, dann mach nicht den Fehler, dessen materielle Grundlage vor die Tür zu setzen.

…aber die heutige Welt ist geistig und virtuell

In der modernen Gesellschaft mit allerhand technologischen Assistenten, einer Informationsflut im Internet und Fernsehen sowie neuen Wegen, immateriell zu Kommunizieren (per Textnachricht, Internetforen etc. anstatt in Person) könnte man meinen, der Abgesang auf die Körperlichkeit hat begonnen. Bald werden wir vielleicht unabhängig von unserer „physischen Hülle“ existieren können, nur noch als Köpfe in einem Glas. Ach nein, das war in Futurama…

Das dauert noch eine Weile

Aber die elektronische Vernetzung und Virtualisierung führt dazu, dass wir im Ansatz zu spüren bekommen, wie eine solche Welt aussehen könnte. Neben interessanten Neuerungen und Bequemlichkeiten tauchen eine Reihe von Nachteilen auf:

  • Weniger Wissen über Gesundheit und Körperpflege, da scheinbar weniger relevant
  • Die Folge ist eine Vernachlässigung des Körpers, z.B. in Form von Übergewicht, ungebändigtem Stress, Aufputschmittel- und Medikamentenmissbrauch etc.
  • Verlust von Funktionen (Unsportlichkeit, Bewegungsarmut, Antriebslosigkeit), was zu einem eingeschränkten Horizont führt
  • Emotionale Unausgeglichenheit, psychische Störungen u.Ä., da die physiologische Seite des geistigen Innenlebens missachtet wird (Drogenkonsum für Entspannungsgefühle, Computerspiele zur Realitätsflucht, Probleme werden nicht wirksam gelöst,…)

Langfristig ist also durch eine solche Entwicklung hin zur Körperlosigkeit nicht nur Gutes zu erwarten. Es führt auch zu verzerrter Selbstwahrnehmung, negativen Gefühlen und weniger Selbstbewusstsein.

Hinzu kommt, dass der Körper schon immer ein Symbol für die ganze Persönlichkeit gesehen wurde. Wer schön ist, muss auch gut sein, so der allgemeine Glaube. Diese Kurz-Schlussfolgerung ist unter dem Namen Halo-Effekt bekannt. Auch in der zwischenmenschlichen Kommunikation basiert ein Großteil unserer Eindrücke vom Gegenüber auf dessen Aussehen, Kleidung und äußerlich sichtbarem Verhalten. Wir schließen vom Aussehen einer Person auf ihre Intelligenz, ihr Selbstbewusstsein, auf ihre Fähigkeiten und ob wir ihr vertrauen können.

Beziehungen und Kommunikation werden Durch Dein Äußeres geformt

In vielen Studien zum Attraktivitätsbias (engl. bias = Verzerrung) wurde ein überwältigende Masse an Ergebnissen zu Tage gefördert, die recht einhellig bestätigen, dass schöne Menschen es leichter haben. Dies geht von besseren Noten für hübsche Kinder bis hin zu mehr Gehalt sowie mehr Erfolg beim anderen Geschlecht bei gutaussehenden Erwachsenen.  Sogar mildere Gerichtsurteile sind für attraktive Menschen (Shahani-Denning, 2003) drin. All dies und noch viel mehr zeigt uns, dass wir Menschen hier wenig auf unseren aufgeklärten Geist und statt dessen eher auf unsere evolutionär urtümlichen Instinkte setzen.

Attraktivität liegt nicht im Auge des Betrachters. Zumindest nicht, wenn man sich kulturübergreifende Studien anschaut und erkennt, dass es universell als schön erachtete Marker gibt (Langlois et al., 2000). Innerhalb einer Kultur können die Regeln, was als schön gilt, noch fester zementiert sein. Allerdings gibt es zu diesen Regeln immer auch Ausnahmen. In der westlichen Welt gilt z.B. eine Schlankheitsnorm – das bedeutet die meisten Menschen finden Schlankheit attraktiv. Einige Menschen dulden Dicksein aus verschiedenen Gründen (Angst vor Konkurrenz, Bequemlichkeit, niedriges Selbstbewusstsein). Ein kleiner Anteil dieser Gruppe findet Dicksein tatsächlich attraktiv.

Für Manchen, der mit seinem Körper unzufrieden ist, muss das eine wahrhaft bittere Pille sein. „Aber Titus, geht es hier nicht darum, Selbstbewusstsein aufzubauen anstatt es einzureißen?“ Bei diversen Frauen-und Männerzeitschriften wird jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Zuerst heißt es „Du bist schön so wie Du bist“, und die Woche darauf: „Nimm ab, Fettsack“.

„Kann ich mich nicht einfach so akzeptieren, wie ich bin?“ Du kannst und solltest das sogar tun! Allerdings soll das kein Freibrief fürs Rumsitzen sein. Die aktuelle Situation zu akzeptieren ist richtig und gesund. Dann aber prompt zu einer besseren, gesünderen und attraktiveren Lebensweise überzugehen gibt Dir aber noch viel mehr als nur Akzeptanz!  Dir ist dann sogar Anerkennung sicher, mindestens Deine eigene für die Arbeit, die Du in dich investiert hast. Das schafft echte Zufriedenheit.

Glaub mir, wenn alles nicht hilft, Dein Selbstbewusstsein zu verbessern – ein wirksames Fitnessprogramm wird ein in die Höhe schießen lassen!

Jeder Körper kann fit sein
Jeder Po kann knackig sein

Was tun – bequem bleiben oder anstrengen?

„Nimm ab“ ist die richtige Antwort. Es lohnt sich für jeden Menschen, gut auszusehen. Tatsächlich hängt die eigene Attraktivität sehr stark vom Körperfettanteil ab. Die meisten Menschen haben ein schöneres Gesicht, wenn sie relativ schlank sind, da ihre Gesichtszüge besser zur Geltung kommen. Auch wenn Du Dich als hässlich empfindest: Es kann nur besser werden!

Wenn Du schon schlank bist, dann führen straffe Muskeln und eine aufrechte Körperhaltung zu mehr Lebensqualität. Wenn Du eine körperliche Behinderung hast, musst Du vielleicht etwas kreativ sein oder härter arbeiten, um stärker zu werden. Dafür ist Dein Lohn umso wertvoller. Was Sokrates sagt gilt auch für Frauen:

„Für einen Mann ist es eine Schande alt zu werden, ohne die Schönheit und Stärke zu erfahren, zu der sein Körper in der Lage ist.“
-Sokrates

Du kannst einen gepflegten, schönen und gesunden Körper haben. Er bringt Dir mehr Selbstbewusstsein, Aufmerksamkeit, Geld, bessere Behandlung und 1000 weitere Vorteile im Leben.
ODER Du kannst Deinen schlaffen Körper durch ein Leben mitschleifen, in dem für Sport, gesunde Ernährung und Körperpflege „keine Zeit“ ist. Die Folge ist, dass Du das bekommst, was Du immer schon bekommen hast.

Nimm Dir ein wenig Zeit. Werde die beste Version von Dir selbst! Du kannst klein Anfangen:

  • Öfter Zähneputzen,
  • Hautcremes und Sonnenschutz verwenden,
  • Mal Möhrchen essen statt Chips
  • Über Ernährung und Fitness lesen
  • Deinen Kalorien-Grundumsatz berechnen, z.B. hier. Zum Abnehmen kannst Du Dich einfach daran halten, nur diese Menge an Kalorien zu essen. Alles, was Du Dich über den Grundumsatz hinaus bewegst, wird nämlich vom Fettspeicher angetrieben. Du kannst so problemlos ca. 2-4 Kilo Fett pro Monat abnehmen, wenn Du übergewichtig bist. (Und darfst trotzdem weiter Eiscreme essen!)
  • Ein neues gesünderes Kochrezept ausprobieren
  • 2 Bier statt 3 Bier am Wochenende trinken
  • Nur am Wochenende trinken
  • Spazieren gehen,
  • Liegestütze machen,
  • Radfahren,
  • Schwimmen mit Freunden
  • Im Fitnessstudio zum Probetraining anmelden! Denn mit schweren Gewichtsübungen kannst Du sicherstellen, dass das verbrannte Fett mit Muskeln „ersetzt“ wird und der Körper stärker wird, anstatt schlaff und ausgezehrt.

…was auch immer Dich bewegt! All das wird Dein Selbstbewusstsein verbessern:

  • direkt: Du spürst Dich selbst, erkennst wozu Du fähig bist, lernst Deinen Körper zu akzeptieren und zu lieben. Dein Gehirn schlussfolgert, dass Du wertvoll bist, wenn Du Dich selbst mit Respekt behandelst.
  • indirekt: Du kommst mit anderen Menschen, die sich ebenso um sich kümmern, ins Gespräch und findest neue Freunde. Deine Kollegen haben mehr Respekt vor Dir. Frauen und Männer finden Dich attraktiver, Menschen sind freundlicher zu Dir, halten Dir mehr Türen auf (echte und sprichwörtliche).

Wenn Du etwas für Deinen Körper getan hast, kannst Du Dich auch mal ausruhen und sagen „Ich bin schön, so wie ich bin“.

Fazit

Schön sein ist nicht schwer. Achte auf ein gepflegtes Äußeres und Deine Kalorienzunahme (vergleiche sie mit Deinem tatsächlichen Bedarf). Wann immer Du Sport treibst, kann Dein Körper nicht anders als Energie zu verbrennen und Muskelwachstum in Auftrag zu geben. Dieses einfache biologische Prinzip kannst Du Dir zunutze machen, indem du Vertrauen in Deinen Körper hast: Er wird sich anpassen, wenn Du Dich der körperlichen Herausforderung stellst!

Glaubst Du Dein Körper kann schön sein?

Literatur
Langlois, J. H., Kalakanis, L., Rubenstein, A. J., Larson, A., Hallam, M., & Smoot, M. (2000). Maxims or myths of beauty? A meta-analytic and theoretical review. Psychological bulletin, 126(3), 390.
Shahani-Denning, C. (2003). Physical attractiveness bias in hiring: What is beautiful is good. Hofstra Horizon, 14-17.

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