Gewohnheiten – Der Geheimtipp der Dein Leben leicht macht und Dir Selbstbewusstsein gibt

Vorschau:

Gewohnheiten sind eine oft übersehene Zutat für einen glücklichen Alltag und Erfolg im Leben. Was man sich angewöhnt und lernt, entscheidet auch zu einem großen Maße über das eigene Selbstbewusstsein. Dieser Artikel zeigt Dir, wie Du mit kleinen Anfängen bleibende Gewohnheiten aufbaust, die Dir zu mehr Selbstbewusstsein und Erfolg verhelfen.

Deine Gewohnheiten entscheiden über Erfolg oder Verderben

Einer Gewohnheit zu folgen ist sehr einfach, weil sie Verhalten automatisiert. Das Verhalten führt sich also ohne große Steuerung oder Willenskraft von alleine aus. Damit haben gute Gewohnheiten das Potenzial, Dir viel Anstrengung und Nerven zu sparen, wenn sie einmal etabliert sind. Denke daran, wie einfach es ist, Fahrrad oder Auto zu fahren, nachdem Du es zu einer Gewohnheit gemacht hast. Du kannst leicht nebenher reden oder Musik hören, was zuerst nicht möglich war. Denn da hat es Disziplin erfordert, weil Du Dich während der Aufbauphase der Gewohnheit völlig darauf konzentrieren musstest. Gewohnheiten sind also eng verwandt, wenn nicht gar identisch, mit Fähigkeiten. Sie sind erlernt.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass schlechte Gewohnheiten ebenso verführerisch unliebsame Verhaltensweisen hervorbringen. Im Extremfall hat man es mit einer Sucht zu tun. Aber auch schon vorher kann etwas, das einst harmlos begann, schädlich sein. Fehlgeleiteter Gebrauch von Smartphones, Computern und TV lassen einen beispielsweise vergessen, dass es um uns herum eine greifbare Welt gibt und wir mit anderen Menschen interagieren können. Dies kann zu einem Verfall der eigenen (sozialen) Fähigkeiten, emotionalen Stabilität oder Fitness führen.

Gewohnheiten verschleiern manchmal unsere tiefen Bedürfnisse. Besonders der innere Antrieb, angstmachende oder unangenehme Situationen zu vermeiden kann einen in eine Sackgasse treiben. Oberflächlichen Wünschen – manchmal fälschlich für Lösungen oder das eigentliche Bedürfnis gehalten – wird Vorrang gegeben. Vermeidung von besseren Wegen oder das Verpassen von Gelegenheiten zu Wachstum (innerlich oder auf äußere Ressourcen bezogen) kann so zur immer stärker werdenden, einschränkenden Gewohnheit werden. Der Gegenbegriff wäre Innovation.

Gewohnheiten führen Dich in festen Bahnen

Du stellst Die Gewohnheits-Weichen

Alles im Leben wird in gewisser Weise von Gewohnheiten gesteuert: Nahrungsaufnahme, Schlafverhalten, Bewegungsmuster, Gedanken und Gefühle… Wenn Du etwas wiederholt tust oder denkst, verstärkt das die zugehörigen Nervenverbindungen in Deinem Gehirn. Das bedeutet diese Sache verfestigt sich dann in Deinem Kopf. Die Aufmerksamkeit wird leichter und häufiger auf sie gelenkt. Du denkst wiederholt darüber nach und wirst vom daraus entstehenden Eindruck weiter beeinflusst. Der Ball kommt ins rollen. Zwei Beispiele:

  1. Du schaust oder liest jeden Tag Nachrichten und wiederholt wird von Unglücken oder anderen negativen Ereignissen berichtet. Dies gibt Dir den Eindruck, dass die Welt „da draußen“ gefährlich ist und gar böses will. In Folge wirst Du vorsichtiger, achtest verstärkt auf Hinweise, dass die Welt tatsächlich schlecht ist. Deine Kollegen reden bestimmt auch hinter Deinem Rücken über Dich, denkst Du. Dein Misstrauen wächst, und wird immer weiter bestätigt, da dein Gehirn anfängt, einzelne Ereignisse, die in dieses negative Schema passen, überzubewerten. Immer mehr Menschen verhalten sich scheinbar Rücksichtslos. Früher war alles besser. Hattest Du je echte Freunde? Menschen auf der Straße gucken auch immer so unfreundlich zu Dir, beginnst Du zu bemerken. Eine verzerrte, hinderliche und destruktive Sicht auf die Dinge umschließt Dich Woche für Woche mehr. Dies kann noch weiter gehen, wenn deine schlechte Stimmung Dir die Lust raubt, an Veranstaltungen teilzunehmen, die Dir früher gefallen haben und Dich bereicherten und Du lieber im „sicheren“ zu Hause TV schaust (Dessen Programm oft zeigen will, wie schlecht es um die Menschheit bestellt ist). So kann soziale Isolation stattfinden. Verringertes Selbstbewusstsein ist eine Folge davon.
  2. Du hörst von einem Läufer über dessen positiven Erlebnisse mit dem Lauftraining und hast Dich nach etwas Recherche über die positiven Aspekte von Bewegung entschlossen, dreimal pro Woche laufen zu gehen. Du kaufst Schuhe und kannst es kaum erwarten loszulegen. Zuerst ist es anstrengend, aber jedes mal wenn Du verschwitzt nach Hause kommst fühlst Du Dich gut und bist stolz. Nach einer Zeit bemerkst Du dass Deine Hosen nicht mehr so eng sind und das freut Dich. Weil Laufen Teil Deiner Morgenroutine geworden ist, geht das ganz gut. Warum nicht jeden Tag etwas laufen zum Wach werden. Es kostet Dich wie magisch keine Überwindung mehr, Du freust Dich sogar morgens aus dem Bett zu Hüpfen als wäre es Weihnachten. Nach einigen Wochen ist es für Dich natürlich geworden. Laufen gehört zu Dir und fehlt Dir, wenn Du aussetzen musst. Dein neues Körpergefühl und gute Kurven machen Dich glücklich und Stolz. Komplimente von Freunden und Kollegen schmeicheln Dir. Dein Selbstbewusstsein steigt, weil Du Dich aktiv und kompetent fühlst. Du erkennst Dass Du eine gute Gewohnheit aufgebaut hast. Scharf aussehen ist ein Bonus.

Ganz offensichtlich wächst Selbstbewusstsein aus dem Einhalten guter Gewohnheiten. Selbstbewusstsein ist außerdem in sich eine Gewohnheit, gütig, wohlwollend und produktiv über das Selbst, die eigene Person und Situation nachzudenken und sich in einem guten Licht zu sehen.

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
– Talmud

Neue Wege für mehr Effektivität und Selbstbewusstsein

Frage Dich, ob ein Gedanke oder eine Verhaltensweise Deine Handlungsfreiheit, Effektivität und Dein Selbstvertrauen stärkt oder verringert. Passe Dein Verhalten entsprechend an, so dass alles was Du tust oder denkst Dein Vertrauen in Deine Fähigkeiten stärkt.

Du musst wissen, dass eine neue Gewohnheit (je nach Regelmäßigkeit der Ausübung) zu verankern mindestens einen Monat dauert, und danach kontinuierliche Pflege erfordert. Du musst auch wissen, dass negative Gewohnheiten, die Du schon ein Leben lang oder immerhin mehrere Jahre mit Dir herumgetragen hast, einige Zeit brauchen, um sie aufzubrechen und zu verändern.

(Schau Dir dazu auch die Seinfeld-Methode an)

Du kannst alte Glaubenssätze und Gewohnheiten überschreiben, egal wie fest. Sei in diesen Fällen besonders fokussiert, zäh und ausdauernd. Besonders wichtig: Fange klein an. Die Einfachheit sorgt dafür, dass sich die Gewohnheit schnell verfestigt. Sie kann dann leicht ausgebaut werden.

Diese guten Gewohnheiten kannst Du aufnehmen:

  • Anstatt bei Unsicherheit aufzugeben verfolgst Du eine Aufgabe bis zum Schluss und wächst daran. Unwohlsein und Angst sind für Dich eine Herausforderung, die Du meistern willst.
    Fange damit an, Deine Fortschritte zu messen, z.B. auf einem Blatt Papier festzuhalten oder in einer Smartphone-App..
  • Anstatt Dich körperlich zu vernachlässigen sendest Du Dir mit pfleglicher Behandlung und regelmäßigem Sport die Nachricht, dass Du stark bist und mehr in Dir steckt.
    Fange mit einem Liegestütz an und mache jeden Tag einen mehr. Spaziere oder Laufe 5 Minuten und hänge jeden Tag noch eine Minute dran. (Die frische Luft an sich ist hilfreich und eine Gewohnheit wert).
  • Anstatt nicht auf Dein Äußeres zu achten beeindruckst Du mit passender und schöner Kleidung Menschen die Dich sehen und ebnest Deinen Weg in jeder Interaktion. Guter Stil zeigt allen, dass Du Dir die Mühe wert bist.
    Fange damit an, Dich über die Prinzipien von gutem Kleidungssitz zu erkundigen.
  • Anstatt ziellos zu driften folgst Du einer guten Tagesstruktur, mit der Du Dinge erledigst und im Gegenzug intensiv genießen kannst.
    Fange mit der Erstellung einer Liste für Deine wöchentlichen/täglichen Aufgaben an.
  • Anstatt Selbstmitleid für Schwierigkeiten in Deinem Leben zeige Dir Verständnis – Du hast Deine Gründe und baust etwas besseres trotz Regen und Schnee, der jeden mal behindert.
    Fange an, jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Sache zu finden, die Dich heute stolz gemacht hat.
  • Anstatt über Vergangenes oder Zukünftiges zu grübeln (das heißt: nicht-zielführendes im-Kreis-Denken. Planen ist OK) lässt Du los, was Du (noch) nicht ändern kannst und bist auf die Gegenwart ausgerichtet.
    Fange an, täglich eine Minute zu meditieren, also einfach nur dazusitzen, Dich auf Deinen Atem zu konzentrieren (oder das Gefühl in Deinen Füßen, oder eine aufrechte Haltung zu haben, …) und nicht aktiv Gedanken zu verfolgen.
  • Anstatt Fehler unproduktiv zu kritisieren ermutigst Du Dich selbst und schätzt Deine gewonnene Erfahrung wert. Es ist Deine spannende Geschichte.
    Fange damit an, ein Journal oder Tagebuch zu führen (egal ob mit Papier oder am PC, mit Stichpunktlisten oder fortlaufendem Text)
  • Anstatt Selbstzweifel gehst Du kalkuliertes Risiko ein, denn Du bist neugierig und willst lernen.
    Fange damit an, unliebsame Dinge immer erst kurz zu betrachten, als seien sie ein Geschenk an Dich – wo ist der Vorteil?

Fazit

Wenn Du ein starkes Selbstbewusstsein bauen willst, dann mache nährende Gedanken und produktive Verhaltensweisen zu Deiner Gewohnheit, indem Du sie einfach immer wieder übst und wiederholst. Habe Geduld auf Deinem Gewohnheits-Weg, aber sei achtsam dass er Dich tatsächlich in ein leichteres und selbstbewussteres Leben führt! Schlechte Angewohnheiten können Dich viel Zeit und Freude kosten. Disziplin ist Anfangs besonders nötig. Wenn Du sie aufbringst und eine Gewohnheit entwickelst, hast Du den harten Kern von Erfolg gefunden und eine der wichtigsten Lektionen gelernt. Wann immer eine Situation sehr schwer ist, frage Dich, worin der Vorteil liegt, wenn Du weitermachst

Hast Du bereits eine App installiert, um Deine Gewohnheiten zu verfolgen, oder bist Du mehr der Stift-und-Papier-Typ?

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